Friedensgebet 2008

Friedensgebet im Wiener Stephansdom

Am Dienstag, dem 16. September 2008, fand unter dem Motto „Message for you“ im Wiener Stephansdom ein Friedensgebet mit dem Seher Ivan Dragicevic aus Medjugorje statt, an dem tausende Menschen teilnahmen.

Der Dom war an diesem Abend übervoll von Gläubigen. Unter dem Motto „Message for you“ (Botschaft für Dich) hatten verschiedene Gebetsgruppen und Bewegungen der Diözese, darunter die Oase des Friedens, die „Johannesgemeinschaft“ der Malteserjugend und die Gebetsaktion Maria, Königin des Friedens, zu einem Friedensgebet eingeladen, an dem auch Ivan Dragicevic aus Medjugorje teilnahm.

Um 16 Uhr begann das Programm im Dom mit dem „Engel des Herrn“. Es folgten Lieder und die persönlichen Zeugnisse zweier Männer, die ihre bewegenden Erfahrungen mitteilten.

Einer von ihnen, Alfred Ofner, Bezirksfeuerwehrkommandant in Baden, berichtete von seiner Heilung in der Kirche von Medjugorje in der Karwoche des Jahres 2006. In einem Moment wurde er dauerhaft von einem schweren chronischen Leiden befreit. (Die OASE berichtete davon in der Ausgabe vom Mai 2006).

P. Michele Pezzini von der Gemeinschaft „Maria, Königin des  Friedens“ erzählte von seinem langen Weg aus der Krise von „Sex, Drogen und Rockmusik“. Ein Kaplan hatte ihm eine Fahrt nach Medjugorje bezahlt, wo er sich in einem Augenblick von Gott geliebt wusste, was in ihm einen tiefen Bekehrungsprozess auslöste.

Um 17.00 Uhr kam Ivan Dragicevic, einer jener Zeugen der Ereignisse von Medjugorje, zu Wort, die glaubhaft berichten, seit über 27 Jahren die Gottesmutter als „Königin des Friedens“ schauen zu dürfen. Ivan begann seinen Bericht mit den Worten: „Wir sind gekommen, um Jesus zu begegnen und um bei seiner Mutter Schutz und Geborgenheit zu finden.“ Er beschrieb die ersten zwei Tage der Erscheinungen im Juni 1981 und gestand, dass er sich in all den 27 Jahren täglich gefragt hat: „Warum gerade ich? Gab es niemand besseren?“ Seine persönliche Bekehrung sieht er als einen Prozess, ein Programm für sein tägliches Leben: „Maria hat mich in ihre Schule eingeschrieben. Ich bemühe mich, ein guter Schüler zu sein und meine Hausübungen gut zu machen, für mich und meine Familie.“

Die Botschaft ist seit 27 Jahren die gleiche: Friede zwischen Gott und den Menschen und unter den Menschen, Friede in den Herzen durch Bekehrung und Gebet, Buße und Fasten, Glaube, Liebe und Vergebung, das Betrachten des Wortes Gottes in der Bibel und die Begegnung mit Jesus in der Eucharistie. Nur durch das Gebet kann die Welt geistlich gesunden.

Anschließend folgte das gemeinsame Gebet des Freudenreichen Rosenkranzes und kurz vor 18.40 kniete sich Ivan vor dem Volksaltar nieder. Er begann still zu beten. Auf einmal richtete er seinen Blick zur Marienstatue auf dem Hochaltar der Kathedrale. Etwa 10 Minuten lang herrschte im Dom trotz der großen Menschenmenge völlige Stille. Während dieser Zeit, so berichtete Ivan später, hätte er die Gottesmutter gesehen.

Um 19.00 Uhr feierte Dr. Leo-M.Maasburg, Nationaldirektor von Missio Austria, gemeinsam mit etwa 20 Konzelebranten die Heilige Messe. Während des ganzen Abends standen Priester über den Dom verteilt den Gläubigen zu Beichte, Aussprache und Gebet in ihren Anliegen zur Verfügung. Auffallend viele Menschen nahmen das Angebot an.

Berührend war auch das Gebet des Glaubensbekenntnisses, der sieben Vater unser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater für den Frieden im Anschluss an die heilige Messe, das, so wie es der Tradition in Medjugorje entspricht, Priester und Gläubige knieend beteten.

Nach dem Auszug berichtete Ivan über seine Begegnung mit der Gottesmutter: „Maria war freudig und froh und grüßte uns mit ‚Gelobt sei Jesus’. Dann betete sie mit ausgebreiteten Händen längere Zeit für alle, ganz besonders für die Kranken. (Die Malteser hatten etwa 40 Kranken die Teilnahme ermöglicht). Maria segnete alle Anwesenden und die mitgebrachten Gegenstände.“ Ivan berichtete, dass Maria sich mit uns freue und uns einlade, die Botschaften zu leben: „Liebe Kinder, mit euch möchte ich meine Pläne erfüllen. Betet mit mir für den Frieden in den Familien.“

Nach einem Vater unser, einem Ehre sei dem Vater und einem kurzen persönlichen Gespräch mit Ivan habe sie sich wieder entfernt. Der Zeuge von Medjugorje bedankte sich für den Abend mit dem Wunsch, dass der gute Same aufgehe und er im Gebet mit den Anwesenden verbunden bleibe. Um 20.30 folgte die Eucharistische Anbetung als Stunde der Barmherzigkeit, begleitet von den inspirierenden Liedern der Sänger und Musiker der Gemeinschaften Emmanuel, Loretto und Oase des Friedens, die unter der Leitung von Gabrielle Segur das gesamte Gebetstreffen musikalisch gestaltet hatten. Die Feier im Dom endete gegen 21.30 Uhr.

Am Mittwoch, den 17. September 2008, empfing Kardinal Dr. Christoph Schönborn den Gast aus Medjugorje zum Mittagsgebet in seiner Hauskapelle und einem anschließenden Gespräch, bei dem der Seher  die wichtigsten Anliegen der Gottesmutter überbrachte. Die Begegnung, bei der auch Medjugorje-Freunde aus Wien teilnahmen, verlief in einer sehr herzlichen Atmosphäre. Ebenso traf Ivan auch den Apostolischen Nuntius von Österreich, Erzbischof Dr. Edmond  Farhat. Schon als Nuntius von Slowenien hatte seine Exzellenz 1998 Medjugorje besucht und ist, wie viele seiner Landsleute aus dem Libanon, Maria, der Königin des Friedens, sehr verbunden.

Ivan reiste nach seinem Aufenthalt in Österreich weiter nach Schottland und Irland, wo er an Gebetstreffen teilnahm, um anschließend zu seiner Familie in die USA zurückzukehren.

Das Gebetstreffen im Dom hat wohl in vielen der Anwesenden den Wunsch neu geweckt, dass ihr persönliches Leben eine Entscheidung für den Frieden werde.

Immer, wenn die Gospa zu uns kommt, bringt sie uns ein Stück Himmel mit

Wir bringen hier den ersten Teil des beeindruckenden Zeugnisses von Ivan Dragicevic im Wiener Stephansdom

Gelobt sei Jesus und Maria, liebe Freunde in Christus, ich möchte euch alle von Herzen grüßen. Ich freue mich und bin glücklich, dass ich heute mit euch sein kann.

In dieser kurzen Zeit möchte ich euch die frohe Botschaft näher bringen, zu der uns die Gottesmutter aufruft, damit wir sie besser leben können, um ihr zu begegnen. Wir sind gekommen, um Jesus zu begegnen, wir sind zur Gottesmutter gekommen, um uns an ihren Schoß zu schmiegen und bei ihr Geborgenheit und Schutz zu finden.

Liebe Freunde, vor 27 Jahren hat die Gospa an die Tür meines Herzens geklopft, sie hat mich ausgewählt, ein Instrument in ihren Händen und in den Händen Gottes zu sein. Ich weiß, dass viele von euch in Medjugorje waren, dass ihr über die Botschaften von Medjugorje gelesen habt.

Für euch, die ihr zum ersten Mal hier seid, möchte ich ein wenig beschreiben, wie die Erscheinungen begonnen haben. Am 24. Juni 1981, ich war damals16 Jahre alt, lebte zurückgezogen und an meine Familie gebunden, war noch die Zeit des Kommunismus. Das Leben war schwer. Meine Eltern und ich arbeiteten jeden Tag auf dem Feld oder im Weingarten. Jeden Tag fragte ich sie, ob nicht irgend ein Feiertag kommt, damit wir ein wenig Erholung haben, sodass ich mit meinen Freunden Fußball spielen kann. Und dieser Tag kam dann: Es war der 24. Juni 1981, der Festtag des Heiligen Johannes des Täufers.

An jenem Morgen war ich um elf Uhr in der heiligen Messe. Ich wartete nur, dass sie so schnell wie möglich vorüber geht. Von der Messe gingen wir dann nach Hause und die erste Frage, die mir meine Eltern stellten, war: „Ivan, was war mit dem Evangelium?“ Ich wusste es nicht. Am Ende des Mittagessens kamen einige meiner Freunde aus dem Dorf und luden mich ein, mit ihnen Fußball spielen zu gehen. In der Nähe unseres Hauses spielten wir bis zirka fünf Uhr und gingen dann, als wir alle müde waren, langsam nach Hause zurück. Dabei trafen wir drei Mädchen, es waren dies Mirjana, Ivanka und Vicka. Eine von ihnen, Vicka, ging mit mir in die gleiche Schule. Die anderen zwei kannte ich nicht so gut. Mirjana lebte in Sarajewo und Ivanka in Mostar, wo sie zur Schule ging. Einige der Freunde, die mit mir gemeinsam waren, fragten sie, wohin sie gehen und was sie tun. Sie sagten, dass sie spazieren gingen und die Schafe ihrer Eltern suchten. Der Großteil meiner Freunde ging ins Dorf. Unser Haus liegt etwas außerhalb und ein Freund ging mit mir, weil ich mich schnell umziehen und dann mit den anderen ein Basketballspiel im Fernsehen ansehen wollte. Wir schauten uns die erste Hälfte dieses Basketballspieles an. Als Halbzeit war, sagte ich ihm: Komm, gehen wir schnell zu mir, nehmen uns etwas zu essen, damit wir dann die zweite Hälfte sehen können. Wir ging zu mir nach Hause, haben etwas gegessen und langsam kehrten wir dann zu seinem Haus zurück. Da hörten wir aus der Ferne eine Stimme. Jemand rief uns mit unserem Namen: „Ivan, Ivan, kommt, die Gospa.“ Wir beide hießen Ivan. Ich sah niemanden vor und hinter mir. Der Weg, auf dem wir gingen, war sehr unübersichtlich, es gab viel Gestrüpp und Sträucher, und da wir niemanden sahen, gingen wir weiter vorwärts. Die Stimme wurde lauter. In einem Moment sah ich Vicka. Sie lief uns barfuß entgegen, zitterte vor Angst und rief unermüdlich: „Kommt, kommt, die Gospa ist auf dem Berg.“ Sie war sehr aufgeregt. Ich schaute zu meinem Freund und sagte: „Wovon spricht sie, was für eine Gospa denn?“ Ich sah, dass sie sich etwas sonderbar verhielt. Ich kannte sie aus der Schule, sie war immer ein besonderer Charakter, aber in diesem Moment merkte ich, dass etwas mit ihr geschah. Ich sagte: „Komm, gehen wir mit ihr!“ Wir folgten ihr, aber als wir sahen, wie sie sich benahm, bekamen wir langsam Angst. Wir sahen die beiden anderen Mädchen. Sie knieten dort, waren zum Berg gewandt und weinten. Als wir zu ihnen kamen, deutete Vicka mit ihrer Hand und sagte: „Schaut hinauf!“ Ich schaute zum Berg und sah die wunderschöne Gestalt der Gospa (kroatisch für Gottesmutter). Meine Vision dauerte nicht länger als fünf Sekunden. So schnell ich konnte lief ich nach Hause. Ich sagte zu niemandem etwas und schloss mich in mein Zimmer ein. Die Nacht, die vor mir lag, war voller Fragen, die mir durch den Kopf gingen: Wie kann das möglich sein? War das wirklich die Gospa? Ich habe sie gesehen und war mir trotzdem nicht ganz sicher. Ich hätte nie geträumt, dass so etwas geschehen würde, dass die Gospa erscheinen kann. Bis zu meinem 16. Lebensjahr hatte ich auch keine besondere Frömmigkeit zur Gospa gehabt. Ich habe davor nie von Erscheinungen gehört. Ich war im Glauben erzogen und wuchs im Glauben auf, aber ich war ein Kind wie alle anderen. Wisst ihr, wovor ich in dieser Nacht am meisten Angst hatte? Dass die Gospa in mein Zimmer kommt. Wohin soll ich mich dann flüchten? Ich habe nur gewartet, dass der Morgen anbricht.

In der Früh klopften die Eltern an meine Tür, da sie schon im Dorf gehört hatten,  dass auch ich dabei war. Ich sagte ihnen, was ich gesehen hatte und sie begannen mich zu warnen: „Pass auf, was du da erzählst, treib kein Spiel damit. Ihr werdet ins Gefängnis kommen, wenn ihr das noch weiter erzählt.“ Im Kommunismus durfte man über solche Dinge nicht reden.

Am zweiten Tag begannen viele Menschen aus der ganzen Gegend zu kommen. Die Menschen beschützten uns vor der Polizei. Und am Nachmittag, so zirka um drei Uhr, sagten einige, die mit uns den ganzen Tag verbracht hatten: „Kommt, gehen wir gemeinsam an den Ort, wo euch die Gospa erschienen ist. Vielleicht hat sie etwas dort gelassen, ein Zeichen, dass wir sehen, dass sie dort war.“ Spontan gingen wir langsam den Berg hinauf. Bevor wir zu der Stelle kamen, vielleicht 20 Meter davor, wartete die Gospa schon auf uns. Sie hielt den kleinen Jesus in ihrem Arm, schwebte auf einer Wolke und mit ihrer rechten Hand winkte sie uns als wollte sie sagen: „Liebe Kinder, kommt näher!“ Ich werde diesen Tag in meinem ganzen Leben nie vergessen können. Dieser Tag ist tief in mich eingeprägt. Ich konnte weder vorwärts noch rückwärts gehen. Meine Füße waren wie gelähmt. Aber in einem Augenblick liefen wir, nicht aus eigener Kraft, über die Steine und das Gestrüpp. Wir spürten keinen Schmerz. Als wir ihr näherkamen, legte sie ihre rechte Hand auf unsere Köpfe und begann die ersten Worte zu sprechen: „Liebe Kinder, ich bin mit euch, ich bin eure Mutter, habt keine Angst! Ich werde euch beschützen. Ich werde euch helfen. Ich werde euch führen. „

Es war schwer, sich zu beruhigen. Die Aufregung war an einem Höhepunkt. Unser Blick ging einmal zur Gospa, dann blickten wir zu Boden, dann wieder zu ihr hin. Vicka fragte sie, wer sie ist und wie sie heißt. Sie antwortete: „Ich bin die Königin des Friedens.“

Die ersten Botschaften, die die Gospa durch uns der Welt überbrachte, waren:

Ich komme, liebe Kinder, weil mich mein Sohn sendet, damit ich euch helfe. Friede! Friede! Friede! Zwischen Gott und den Menschen soll Friede herrschen. Der Friede soll unter den Menschen sein. Liebe Kinder, diese Welt, diese Menschheit ist in einer großen Gefahr, dass sie sich selbst zerstört.

An diesem zweiten Tag haben wir das erste Mal mit ihr gesprochen und sie als Muttergottes erkannt. Deshalb wird der Jahrestag der Erscheinungen immer am 25. Juni begangen. Das waren die ersten beiden Tage der Erscheinungen, über die man sicher noch viel erzählen könnte.

Die Gospa hat mich in ihre Schule eingeschrieben

Ich möchte heute nicht, dass ihr hier auf mich schaut wie auf einen vollkommenen Menschen oder einen Heiligen, denn das bin ich nicht. Ich bemühe mich besser zu sein, heiliger zu werden, das ist mein Wunsch, und dieser Wunsch ist tief eingeschrieben in mein Herz. Ich habe mich sicher nicht über Nacht bekehrt, nur weil ich die Gospa gesehen habe. Ich weiß, dass meine Bekehrung ein Prozess ist, ein Programm für mein Leben, für das ich mich entscheiden muss, in dem ich ausdauernd sein muss, in dem ich mich jeden Tag ändern muss. Jeden Tag muss ich das Böse und die Sünde lassen und mich dem Frieden und dem heiligen Geist öffnen, um das Wort Christi anzunehmen und zu lieben und so in der Heiligkeit zu wachsen. Aber eine Frage, die ständig in mir ist während dieser 27 Jahre: „Muttergottes, warum gerade ich? Mutter, warum hast du gerade mich erwählt? Hat es niemand besseren gegeben als mich? Werde ich all das, was du von mir wünschst, ausführen können, so wie du es gerne haben willst?“ Es hat keinen Tag während dieser vergangenen 27 Jahre gegeben, an dem diese Frage nicht in mir war.

Bei einer Erscheinung fragte ich die Muttergottes konkret: „Mutter, warum gerade ich, warum hast du gerade mich erwählt?“ Sie lächelte und sagte: „Liebes Kind, du weißt, ich suche mir nie die besten aus.“ Seither habe ich ihr diese Frage nie mehr gestellt.

Die Gospa hat mich erwählt. Sie hat mich in ihre Schule eingeschrieben, in die Schule des Friedens, der Liebe und des Gebetes. Ich wünsche mir, in dieser Schule ein guter Schüler zu sein und ich bemühe mich, die Hausaufgabe, die ich jeden Tag von der Gospa bekomme, so gut wie möglich zu erfüllen. Für mich und für mein Leben, für meine Familie, ist dies ein großes Geschenk. Aber es ist auch eine große Verantwortung. Ich weiß, dass mir Gott viel gegeben hat, ich weiß aber auch, dass er viel von mir verlangt, denn ihr wisst, wem Gott viel gegeben hat, von dem verlangt er auch viel. Aber glaubt mir, es ist nicht einfach, 27 Jahre lang jeden Tag mit der Gospa zu sein, fünf bis zehn Minuten, manchmal auch länger. Immer wenn die Gottesmutter zu uns kommt, bringt sie uns ein Stück Himmel mit. Es ist nicht leicht, nach einer Begegnung mit ihr sich wieder zurechtzufinden auf dieser Welt. Jedesmal brauche ich einige Stunden, bis ich wieder in der Realität dieser Welt bin. Wenn ihr die Gospa auch nur eine Sekunde lang sehen könntet, ich weiß nicht, ob euer Leben für euch auf dieser Erde noch wichtig wäre.

Was ist das Wichtigste, wozu uns die Mutter während all dieser Jahre einlädt?

Ihre wichtigsten Botschaften sind Friede, Bekehrung, Rückkehr zu Gott, das Gebet mit dem Herzen, Buße und Fasten; fester Glaube, Liebe, Vergebung, Eucharistie und die Botschaft der Hoffnung. Diese Botschaften, die ich jetzt genannt habe, sind die wichtigsten, durch die uns die Gospa führt. Jede dieser Botschaften hat uns die Gospa während all dieser Jahre schrittweise näher gebracht, damit wir wissen, wie wir sie leben können.

Die Muttergottes kommt als Königin des Friedens. Wer könnte es besser wissen als sie, wie sehr unsere ermüdete Welt heutzutage den Frieden braucht, wie sehr unsere erschöpften Familien, unsere traurigen Jugendlichen den Frieden brauchen, wie sehr die heutige Kirche den Frieden braucht. Die Muttergottes kommt zu uns, weil sie uns helfen möchte. Sie möchte uns aufrichten, ermutigen und trösten. Sie möchte uns ihre mütterliche Hand entgegenstrecken und uns zum Frieden und zu ihrem Sohn führen. Der Friede ist nur bei ihrem Sohn. Die Muttergottes kommt zu uns, weil sie uns zeigen will, was nicht gut ist und weil sie möchte, dass wir das ausbessern. In einer Botschaft sagt sie uns: Liebe Kinder, heute mehr denn je geht die Menschheit durch eine schwere Krise. Die größte Krise ist die Krise des Glaubens an Gott, weil ihr euch von Gott und vom Gebet entfernt habt.

Die heutige Welt, die heutigen Familien möchten ohne Gott in die Zukunft gehen. Es gibt kein Gebet mehr in den Familien. Die Eltern beten nicht mehr mit den Kindern. In den Familien hat man heute keine Zeit mehr füreinander. 

Es gibt heute so viele Junge, die weit entfernt leben von den Eltern. Es gibt so viele Abtreibungen, derentwegen die Muttergottes weint. Die Muttergottes kommt zu uns, weil sie uns aus dieser Sackgasse, aus dieser Dunkelheit herausführen will. Sie möchte uns auf den Weg des Lichtes und der Hoffnung führen. Sie bringt uns die Hoffnung.

Die Gospa sagt: Liebe Kinder, wenn es den Frieden im Herzen des Menschen nicht gibt, wenn der Mensch mit sich selber nicht im Frieden lebt, wenn es den Frieden nicht in den Familien gibt, dann kann es den Frieden in der Welt nicht geben. Deshalb, liebe Kinder, lade ich euch ein: Sprecht nicht über den Frieden, sondern beginnt den Frieden zu leben! Sprecht nicht nur über das Gebet, sondern beginnt, das Gebet zu leben. Liebe Kinder, nur wenn Friede und Gebet in euere Familien zurückkehren, können eure Familien geistlich wieder gesunden.

Aber was ist die geistliche Heilung? Die Muttergottes kommt zu uns und bringt uns eine göttliche Medizin, eine Medizin für uns und für unsere Wunden. Sie möchte unsere Wunden mit Liebe, Zärtlichkeit und mütterlicher Wärme heilen. Sie kommt zu uns, weil sie sich Sorgen macht um unsere Rettung. Und sie sagt: Liebe Kinder, ich bin mit euch, ich komme zu euch, weil ich euch helfen möchte, dass der Friede kommen kann. Aber, liebe Kinder, ich brauche euch dafür. Mit euch kann ich den Frieden verwirklichen. Deshalb, liebe Kinder, entscheidet euch für das Gute und kämpft gegen das Böse, gegen die Sünde. 

Die Mutter spricht einfach. Sie wiederholt so oft und wird dabei nicht müde. Auch ihr Mütter, wie oft habt ihr es vor den Kindern wiederholt: Seid gut, lernt brav, arbeitet, hört zu, tut das oder jenes nicht, weil es nicht gut ist. Tausende Male habt ihr es euren Kindern wiederholt und ich hoffe, ihr seid dabei noch nicht müde geworden! Kann irgend eine Mutter hier unter euch sagen: Ich habe dies oder jenes meinem Kind nur einmal gesagt und es hat sofort gefolgt und sofort verstanden? Diese Mutter gibt es  nicht. Die Mutter muss wiederholen, damit es die Kinder nicht vergessen. So ist es auch bei der Gospa (Gottesmutter, Anm.d.Red.).

In diesen Jahren kommt es vor, dass mich die Menschen fragen: „Ivan, warum kommt die Gospa so lange schon, was möchte sie von uns?“ Die Menschen sagen, die Gospa kommt so oft und sie wiederholt immer das Gleiche und sagt nichts Neues. Sie sagen: „Wir haben doch die Kirche, wir haben doch die Sakramente, wir haben die Bibel.“ Sie fragen: „Warum kommt die Gospa so lange schon?“

Ja, wir haben die Kirche, wir haben die Sakramente, wir haben die Bibel. Aber die Gospa stellt uns allen eine neue Frage: Liebe Kinder, all das, was ihr habt, lebt ihr es? Auf diese Frage müssen wir heute antworten. Wir wissen alles, aber wir leben es nicht. Deshalb kommt die Muttergottes zu uns und lädt uns ein, dass wir all das zu leben beginnen. Sie ist nicht gekommen, um uns Angst zu bringen und uns zu kritisieren. Sie ist nicht gekommen, um über das Ende der Welt zu sprechen oder über das zweite Kommen Jesu. Nein. Sie bringt uns Hoffnung, Hoffnung für die Familien und für die Kirche.

Die Gospa sagt in einer Botschaft: Liebe Kinder, ihr seid auf dieser Erde nur Pilger. Ihr seid auf einer Pilgerreise. Deshalb lädt die Gospa besonders auch die Priester ein, dass sie in ihren Pfarren Gebetsgruppen gründen: Gruppen von jungen Menschen, Gruppen von Ehepaaren. Gebetsgruppen sind heute die Kraft einer lebendigen Kirche. In diesen 27 Jahren der Erscheinungen sind durch die Gospa mehr als 10.000 Gebetgruppen entstanden. Das ist ein Heer von jungen Menschen, die beten. Aber die erste Gebetsgruppe soll unsere eigene Familie sein. Die Gospa lädt uns auf besondere Weise zur heiligen Messe ein. Die heilige Messe soll das Zentrum unseres Lebens sein.

Die Gospa lädt uns zur monatlichen Beichte ein, zum Gebet vor dem Kreuz und zur Anbetung des Allerheiligsten. Sie ruft besonders die Priester auf, dass sie in ihren Pfarren die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes einführen. Die Gospa lädt uns zum Rosenkranzgebet und zum Lesen der heiligen Schrift in unseren Familien ein. Sie sagt: Liebe Kinder, möge die Bibel in jeder eurer Familien auf einem sichtbaren Platz sein! Lest die heilige Schrift! Vergebt einander! Liebt einander.

Die Muttergottes trägt uns alle in ihrem Herzen. Sie hat uns in ihr Herz genommen. In einer Botschaft sagt sie: Liebe Kinder, wenn ihr wüsstet, wie sehr ich euch liebe, würdet ihr vor Freude weinen. Ich werde heute Abend, bei der Begegnung mit der Gospa, bei der ihr anwesend sein werdet, euch alle empfehlen. Ich werde alle eure Anliegen, eure Familien ihr anempfehlen. Ich hoffe, dass wir dem Ruf der Gospa folgen werden, dass wir die Botschaften annehmen und zu Mitgestaltern einer besseren und schöneren Welt werden, einer Welt, die würdig ist der Kinder Gottes.

Entscheiden wir uns für den Frieden! Beten wir gemeinsam mit der Königin des Friedens um den Frieden in der Welt. Entscheiden wir uns für Gott. Nur in ihm ist unsere einziger und wahrer Friede.