Wir wollen jenen nahe sein, die leiden – wie es uns die Gospa zeigt

Die italienischen Missionare P. Enrico Porcu und P. Antonelli Cadeddu gründeten im Jahr 2000 in Brasilien die Gemeinschaft „Allianz der Barmherzigkeit“, die unter den Bewohnern der Favelas, der Armenviertel von Rio de Janeiro, die tröstende Botschaft der barmherzigen Liebe Gottes verbreitet.

Seit ihrem Beginn lässt sich die Gemeinschaft in besonderer Weise von den Botschaften der Gottesmutter führen, die sie uns über die Seher in Medjugorje gibt. Am 1. Feber 2018 feierte P. Enrico mit dem Medjugorje – Gebetskreis Maria, Königin des Friedens in Wien den Gottesdienst. Das folgende Interview führte Mag. Klara Brandtner.

Wie ist die Gemeinschaft entstanden und was hat Ihre Gemeinschaft mit Medjugorje zu tun?

Die Gemeinschaft wurde gegründet, weil wir in uns den Wunsch verspürten, das Evangelium zu leben und im Alltag umzusetzen. Wir waren Teil einer anderen Gemeinschaft, aber die Strukturen waren uns zu eng. Sie hatten uns oft nicht erlaubt, das Wort Gottes zu leben, die Armen einzuladen, ein intensiveres Gebetsleben zu führen und die Charismen des Heiligen Geistes zu leben – unsere Gemeinschaft ist charismatisch.

Wir versuchen, die Barmherzigkeit Gottes mit konkreten Werken zu verkündigen: Wir empfangen Mörder und Drogenhändler, kümmern uns um die, die niemals in die Kirche kommen würden, z.B. Prostituierte und Transvestiten. Wir gehen nachts auf die Jugendlichen zu, die dabei sind, sich selbst in ihrem sündhaften Verhalten zu verlieren, und zeigen ihnen, Wege zu Jesus zu finden.

Dennoch hatten wir Zweifel: Ist das der Wille Gottes, was wir da machen, oder nicht? Wir wollten eigentlich keine neue Gemeinschaft gründen. Aber wir hatten den Eindruck, dass Gott uns dafür verwenden möchte, eine Gemeinschaft zu gründen, um die Barmherzigkeit zu verbreiten. Und so geschah es, dass im Heiligen Jahr, nach einer 10-tägigen Gebetszeit bei einem Marienheiligtum in São Paulo, 30 Personen beschlossen, eine Gemeinschaft zu gründen. Und wir haben ja zu Gott gesagt, durch die Hände Mariens. Das war am 1. Jänner, in der Nacht am Hochfest der Gottesmutter Maria.

Dennoch hatten wir immer Zweifel, ob es wirklich der Wille Gottes sei. Wir hatten nichts – keine Betten, keine Tische, keine Kästen. Es wurde uns ein Raum geborgt, so ähnlich klein wie hier das Mary’s-Meals-Büro in Wien, mit etwa denselben Maßen, mit einer kleinen Bad- und Küchenzeile. Es gab ein Schlafzimmer, ein Studierzimmer und eine Kapelle. Wir bekamen das gratis zur Verfügung gestellt, da wir von der Vorsehung lebten. Wir kauften keine Nahrungsmittel, keine Kleidung und lebten von dem, was wir bekamen. Auf diese Weise deckten wir die Kosten für die Gemeinschaft, die Evangelisation und für die Betreuung der Armen. Wir hatten keine Absicherung für irgendetwas.

Heute geben wir jedes Jahr Essen an Bedürftige im Wert von 20 Millionen Euro aus.

Wie können wir den Willen Gottes erkennen?

Am Beginn beschäftigten uns zwei Fragen:

Wie können wir den Willen Gottes erkennen? Und: Was müssen wir tun?

Wir wollten Kindern, Alten, Prostituierten und ähnlich Bedürftigen helfen, hatten aber nichts.

Im März beschlossen wir dann, nach Medjugorje zu reisen. Das war kurz bevor Schwester Faustina von Papst Johannes Paul II. am 30. April heiliggesprochen wurde. Zuerst wollten wir gar nicht fahren, weil wir kein Geld hatten. Aber wir wollten herausfinden, wie wir die neugeborene Gemeinschaft führen sollten, und eine brasilianische Dame, die die Pilgerreise organisierte und eine gute Freundin von mir war, sagte: „Ihr glaubt, dass die Muttergottes die Gründerin der Gemeinschaft ist. Also fahrt doch nach Medjugorje. Die Gottesmutter wird sich bestimmt um eure Anliegen kümmern.“ So sind wir hingeflogen.

Eine Botschaft der Gospa für die Allianz der Barmherzigkeit

Am Flughafen lernten wir einen Freund von Vicka kennen. Als wir dann in Medjugorje waren, hat uns dieser Mann angerufen. Er sagte: „Ich habe Vicka von eurer Gemeinschaft erzählt. Und sie hat mir gesagt: ‚Die kenne ich schon. Denn die Muttergottes hat mir eine Botschaft für die „Allianz der Barmherzigkeit“ gegeben.’“

Ich hatte ziemliche Zweifel. Aber am nächsten Tag kam auch Pater Antonello nach Medjugorje, und wir besuchten gemeinsam Vicka. Sie hat uns gebeten, in den kleinen Saal zu kommen, wo sie die Erscheinungen hatte und auch die Pilger traf. Es war in ihrem alten Haus, mit den Stiegen. Der Raum war voll mit verschiedenen heiligen Sachen, auch Rosenkränzen, und es gab dort auch ein kleines Sofa. Vicka setzte sich zu uns und sagte: „Die Gottesmutter hat mir eine Botschaft für euch gegeben.“ Ich habe gescherzt und gesagt: „Ich dachte immer, die Muttergottes wäre schweigsam, jetzt ist sie wohl eine Plaudertasche geworden. Die Gemeinde ist in Brasilien entstanden, und in Kroatien – auf der anderen Seite der Welt – wird über sie geredet.“ Vicka hat gelacht und gesagt: „Sie hat mir aufgetragen, euch zwei Dinge zu sagen: 1. Habt keine Zweifel, dass die Gemeinschaft der Wille Gottes ist. 2. Viele Werke entstehen durch Gott, aber sie sterben dann, weil man den Willen der Menschen tun möchte und nicht den Willen Gottes.“ Weiters sagte sie, die Muttergottes hätte gesagt, folgendermaßen vorzugehen: „Betet, betet, betet.“ Ich habe dann wieder gescherzt: „Naja, das sagt sie ja jedem.“ Sie meinte: „Das sagt sie genau euch. Im Gebet werdet ihr den Schritt erkennen, den ihr jeden Tag machen müsst. Und wenn ihr beide euch einig seid, dass ihr den Schritt machen müsst, dann macht diesen Schritt. Aber wenn einer von euch Zweifel hat, wartet und betet, bis beiden der Wille Gottes klar ist. Denn es ist, wie ich euch gesagt habe: Viele Werke sterben, weil man nicht jeden Tag den Willen Gottes sucht, sondern durch den Willen der Menschen ersetzt.“

Wie ist es euch gelungen, diese Botschaft der Muttergottes umzusetzen?

Mit Pater Antonello und Maria Paula haben wir es dann so gemacht: Wir haben einen Tag in der Woche fürs Gebet reserviert, um Erfahrungen auszutauschen und den Willen Gottes zu verstehen. Und wenn wir den Willen Gottes dann erkannt haben, haben wir ein neues Werk begonnen. Die Gemeinschaft ist sehr rasch gewachsen. Bei uns gibt es auch eine Gemeinschaft, in der die Mitglieder zusammenleben, und Laiengemeinschaften in mehr als 60 Städten Brasiliens und in sieben weiteren Ländern. Die Gemeinde ist mit dem Wunsch gewachsen, das Evangelium jenen näher zu bringen, die den Herrn noch nicht kennen.

Die „fünf Steine“

Und was macht die Muttergottes: Sie lehrt uns, die „fünf Steine“ zu leben. Die fünf Steine von Medjugorje sind auch Teil unserer Statuten.

Unsere ganze Spiritualität basiert hauptsächlich darauf, das Wort Gottes in die Tat umzusetzen. In jedem Haus unserer Gemeinschaft meditieren wir das Wort Gottes und wählen einen Satz, den wir in die Tat umsetzen, und dann tauschen wir uns über unsere Erfahrungen dabei aus, wie wir das Wort Gottes während des Tages leben konnten. Wir halten jeden Tag eucharistische Anbetung, beten täglich den Rosenkranz, gehen zur Beichte, sind papsttreu und fasten mittwochs und freitags – zwar nicht ganz so, wie in Medjugorje bei Brot und Wasser, aber wir essen etwas Einfacheres wie z.B. nur Reis, oder was wir eben bekommen. Und wir wollen vor allem jenen nahe sein, die leiden – wie es uns die Gospa zeigt, um jenen eine Familie zu sein, die kein Zuhause und keine Familie haben.

Auf diesem Weg erleben wir die Kraft der Charismen des Heiligen Geistes. Wir glauben, dass der Sieg des Unbefleckten Herzens Mariens mit einem neuen Pfingsten der Barmherzigkeit auf der Welt einhergeht. Wir meinen, dass die Muttergottes in dieser Zeit eine große Bewegung – ein großes universales Cenaculum – zusammenruft, um erneut den Heiligen Geist in der Welt auszugießen.

Denn ohne Ausgießung des Heiligen Geistes zerstört sich die Menschheit, wie die Gottesmutter als „Frau aller Völker“ in ihren Erscheinungen in Amsterdam gesagt hat. In diesen Erscheinungen, die von 1945 bis 1959 andauerten und bereits von der Kirche anerkannt sind, sagte die Muttergottes, dass wir jeden Tag um den Heiligen Geist beten sollen, dass er auf die Menschheit herabkommen möge. Die Menschheit wird dadurch von Unheil, Kriegen und Tod befreit.

Wie kann man die Botschaften von Medjugorje zu Hause am besten leben?

In unserer Gemeinschaft sind wir der Überzeugung, dass alle Freunde von Medjugorje kleine Gebetsgruppen, kleine Zönakel des Gebetes bilden sollten, wie auch die Gospa am Beginn der Erscheinungen von Medjugorje gesagt hat. Diese Kleingruppen können folgendermaßen aussehen:

Acht Personen treffen sich bei jemandem zu Hause. Wenn die Gruppe wächst, wird sie wieder geteilt. Wenn sie aus 16 Personen besteht, wird sie wieder in zwei Gruppen zu je acht Personen geteilt. Es sollen kleine Gruppen sein. Man betet den Rosenkranz, liest die Monatsbotschaft der Gospa, betrachtet das Wort Gottes und tauscht sich über die Heilige Schrift aus. Wir wählen eine Stelle aus der Bibel und denken darüber nach, wie wir sie in der kommenden Woche in die Tat umsetzen können. Und danach berichten wir, wie es uns dabei gegangen ist. Die Gottesmutter sagt immer das Gleiche: „Tut das, was er euch sagt.“ Wir wollen, dass die Menschen in den Gruppen einander helfen, das Evangelium zu leben.

Dann gibt es auch eine gemütliche Zeit des Zusammenseins, wo man gemeinsam eine Kleinigkeit isst, aber ohne dass jemand großartig kocht und dadurch abgelenkt wird. Jeder bringt irgendwann etwas Kleines mit, und man isst etwas gemeinsam, sodass die Gemeinschaft gestärkt wird.

Dabei kommt es vor, dass ein Nachbar die Gesänge hört und dazukommen will. Und so wächst die ganze Gemeinschaft.

Wir laden alle Pilger, die einmal in Medjugorje waren, ein, sich einer Gebetsgruppe anzuschließen. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen den Weg alleine manchmal nicht weitergehen. Und es ist sehr einfach, solche kleinen Gebetstreffen abzuhalten. Sie müssen nicht einmal in der Kirche stattfinden – eher als kleine Zellen in den Häusern der Leute. Sie können sich ja z.B. einmal im Monat in einer Kirche versammeln. Wenn die Gebetstreffen in den Häusern abgehalten werden, wachsen sie schneller, weil die Leute der Kirche gegenüber oft sehr distanziert sind. Und wenn die Kleingruppen in den Häusern der Leute stattfinden und man sich dann gemeinsam in der Kirche versammelt, ist das Klima ganz anders. Die kleine Gebetsgruppe ermöglicht, dass alle sprechen und sich darüber austauschen können, wie es ihnen geht und wie es ihnen gelingt, das Wort Gottes zu leben. Und sie ermöglichen auch leichter das Gebet füreinander.

Es ist sehr wichtig, dass dieses gemeinsame Gebet von Werken der Barmherzigkeit begleitet wird, wie ihr es mit Mary’s Meals macht. Denn das Gebet muss immer von Taten begleitet werden. Wir glauben, dass wir jeden Tag Barmherzigkeit leben sollen, weil nur die Barmherzigkeit die Menschen bekehren kann.

Jesus sprach von drei Arten der gelebten Barmherzigkeit: durch das Gebet, das Wort und die Werke, also durch Zuhören, Sprechen und Evangelisieren. Denn: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt“ (Mt. 7,21). Das heißt, der, der in den Armen erkennt, dass Jesus gegenwärtig ist.

Wo haben Sie das Wirken Gottes in Ihrem Lebensalltag besonders erfahren dürfen?

Oft erleben wir die Gaben des Geistes sehr stark. Wir lesen die Heilige Schrift und beten für die Personen. Ich denke zum Beispiel an einen Jugendlichen, Rogenio, der schon seit 9 Jahren drogenabhängig war. Er war auch Anarchist, einer, der auch die Regierung nicht anerkannte. Und er sagte zu seiner Mutter, die den Rosenkranz betete, dass es Jesus nicht gibt. Sie war eine Frau, die sehr viel auf die Gottesmutter hielt. Jede Nacht betete sie den Rosenkranz, während er in der Stadt Drogen nahm.

Wir haben ihn zu einem Gebetstreffen eingeladen – es hieß „Talita kum“. Er hat alles daran gesetzt, nicht hinzugehen, aber das Gebet seiner Mutter hat ihn schließlich dazu bewegt. Aber nach zwei Vorträgen wollte er schon wieder gehen, weil er sich müde fühlte. Als er aufstand, um zu gehen, ist der Priester mit dem Allerheiligsten herein gekommen. Er hat weder den Priester noch das Allerheiligste gesehen. Aber er hat Jesus selbst gesehen und ist auf die Knie gefallen und hat eine Woche lang geweint. Er hat Jesus sagen gehört, dass er ihn für das bisherige Leben nicht verurteilt. „Rogenio, komm und folge mir nach.“ Heute ist dieser ehemalige Atheist und Anarchist Priester.

Ein anderes Mal haben wir einen älteren Mann, Laerzo, in einem unserer Häuser aufgenommen, der von seinen Söhnen verlassen worden war. Zuerst ermöglichte er den Söhnen das Studium, dann wurde er krank und bekam Parkinson und Demenz, und sie ließen ihn im Stich. Wir haben ihn bei uns aufgenommen. Aber er war sehr aggressiv und zornig wegen seiner Söhne und er hat immer wieder mit den anderen alten Menschen im Haus Raufereien angefangen. Eduardo, einer von unseren Leuten, sagte zu ihm: „Wenn du dich so verhältst, müssen wir dich wegschicken. So kannst du nicht hierbleiben. Du kannst nicht alle schlagen.“ Und am nächsten Tag packte er seine Koffer und machte sich mit seinen Krücken auf den Weg. Eduardo fragte ihn: „Was machst du?“ Er sagte: „Du hast mich weggeschickt.“ „Keiner hat dich weggeschickt. Ich habe nur gesagt, du kannst nicht die Leute schlagen, die hier wohnen. Ich möchte nicht, dass du gehst, sondern dass du aufhörst, die anderen zu schlagen.“ Er fügte hinzu: „Ich weiß, warum du so bist. Weil du nicht an die Liebe glaubst. Auch ich habe nicht an die Liebe geglaubt. Ich wurde von meinem Vater verlassen. Und als ich die Missionare kennengelernt habe, dachte ich, die machen das sicher mit irgendwelchen Hintergedanken. Ich glaubte nicht, dass sie wirklich lieben. Eines Tages ist Maria Paula, eine der Gründerinnen der Gemeinschaft, die mit 42 Jahren gestorben ist, zu mir gekommen und hat mir Kleidung gegeben und gesagt: ‚Ich habe diese Kleider hier für dich gefunden’. Und ich habe geweint, weil ich nie eine Mutter hatte. Ich hatte niemanden, der mir Kleider gegeben hätte. Durch diese kleine Geste habe ich verstanden, dass es eine große Liebe gibt, die Maria Paula sogar dazu bewegt hat, von Italien nach Brasilien zu gehen und hier zu helfen. Dann hat sich mein Herz verwandelt.“ Und er sagte: „Ich wurde von meinem Vater verlassen, du wurdest von deinen Söhnen verlassen. Wenn du willst, kann ich dich als Vater annehmen, und du nimmst mich als Sohn an. Und wir glauben gemeinsam an die Liebe.“ Und dieser alte Mann hat sich gänzlich verändert. Er sagte: „Dort drüben sind meine Geldreserven.“ Wir nehmen nichts von den Leuten, die wir aufnehmen. „Ich weiß, dass die Missionare nie Nahrungsmittel kaufen, und oft fehlt das Fleisch. Also geh und kauf mit meinem Geld Fleisch für die Missionare und auch eine Flasche Wein.“ Von dem Moment an war der alte Mann verwandelt. Er hat sich mit den Söhnen versöhnt und ist zufrieden gestorben, nachdem er gebeichtet und sich auch mit Gott versöhnt hatte.

Wir glauben, dass die Liebe die Menschen verändert. Wenn du liebst, ist es so, als würdest du ein Virus übertragen – selbst wenn du noch so schwach und arm und beschränkt bist, wie wir es alle sind. Aber worauf es ankommt, ist, dass du an die Liebe glaubst und die Liebe lebst.

Die Gottesmutter erinnert uns immer an das Evangelium

Als die Erscheinungen in Medjugorje begannen, fragte einmal ein Priester: „Warum erscheint die Gospa? Wir haben ja das Evangelium. Wir brauchen keine Erscheinungen.“

Und die Muttergottes sagte: „Ich bin gekommen, um euch zu sagen, dass es das Evangelium gibt. Und dass ihr das Evangelium lesen sollt, weil ihr es nicht mehr lest.“ Die Gottesmutter möchte uns zum Wesentlichen zurückführen. Das Wesentliche ist, wie Paulus im 2. Brief an die Korinther, 5. Kapitel, schreibt: „Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.“ Viele Christen leben nur für sich selbst, damit sie selbst heilig werden, um Gnade für sich und ihre Familie zu erlangen, und um Güter für ihr Haus zu haben. Aber als Christen sind wir dazu aufgefordert, nicht für uns selbst zu leben. Wenn wir das Evangelium wirklich leben, sammeln wir uns keine Reichtümer auf dieser Erde an, weil wir verstehen, dass wir sie im Himmel nicht mehr brauchen werden. Die Gottesmutter möchte aus dieser Welt eine große Familie machen. Der Egoismus zerstört den Planeten und die Menschheit und erstickt auch die Kirche.