Friedensgebet 2021

14. Friedensgebet im Wiener Stephansdom am 14.9.2021 

 

Gebet und tatkräftige Hilfe gehören zusammen

Medjugorje-Friedensgebet im Wiener Stephansdom mit Kardinal Schönborn, Tiranas Weihbischof Dodaj und Marija Pavlovic-Lunetti

Im Zeichen des Gebetes um Frieden in der Welt und um ein Ende der Corona-Pandemie ist am Dienstagabend, dem 14. September,  in Wien das Medjugorje-Friedensgebet gestanden. “Wo das Gebet einen starken Strang bildet, da ist Friede möglich”, sagte Dompfarrer Toni Faber, der die mit Masken verhüllten Gläubigen im Stephansdom begrüßte. Das Friedensgebet möge ein Beitrag zur Überwindung der Corona-Krise sein, so Fabers Wunsch für die Gebetsveranstaltung, die zum bisher 14. Mal stattfand. Das über fünfstündige Programm umfasste Glaubenszeugnisse, Gebete und Lieder sowie Beispiele, wie aus der Kraft des Glaubens heraus starke soziale Initiativen entstehen können. Höhepunkt war einen Gottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn.

Über den Wert der Begegnung sprach der Weihbischof von Tirana, Arjad Dodaj. Der erst 44-jährige Bischof berichtete von seinem Aufwachsen im kommunistischen Albanien, der Flucht als Jugendlicher im Boot über die Adria nach Italien und seinem Kennenlernen des christlichen Glaubens in einer Gebetsgruppe. Nachdem die schulische Indoktrinierung in Diktatur-Zeiten Gott immer als “große Lüge der Priester” – die damals alle tot oder inhaftiert waren – vermittelt hatte, hätte ihn keine Katechese vom Gegenteil überzeugen können, sagte er. Wohl aber sei dies der Freundlichkeit und dem Entgegenkommen jener jungen Christen gelungen, die ihn damals mit 16 Jahren in Italien mit offenen Armen aufnahmen.

Dodaj war damals der Gemeinschaft “Söhne und Töchter vom Kreuz” begegnet, an deren Gebetstreffen, Exerzitien und Pilgerfahrten er sich fortan beteiligte. Die Erfahrung der “Frische des Glaubens” sowie das Kennenlernen der Jungfrau Maria als Gottes “Revolution der Zärtlichkeit” hätten ihn zu Taufe und Firmung geführt und schließlich auch seine geistliche Berufung erkennen lassen. 2003 wurde Dodaj von Papst Johannes Paul II. im Petersdom zum Priester geweiht und wirkte lange in Rom als Jugendseelsorger, ehe er 2017 als Generalvikar der Erzdiözese Tirana in seine albanische Heimat zurückgerufen und dort am 15. September 2020 zum Bischof geweiht wurde.

Fasten und Leid ertragen

Über “Zärtlichkeit” sprach beim Friedensgebet auch Marija Pavlovic-Lunetti, die zur Gruppe der Seher von Medjugorje gehört. Die Gegenwart der Jungfrau Maria – der sie laut eigenen Angaben bei Erscheinungen allabendlich begegnet – sei Ausdruck von Gottes Liebe zu den Menschen, so die bei Mailand lebende vierfache Mutter. Sie selbst verspüre inneren Drang und die Aufgabe, “den Menschen nahe zu sein, die nicht glauben, keine Zukunftshoffnung haben oder wegen Problemen wie etwa Arbeitslosigkeit oder der Pandemie in Ängsten leben”. Diese Nähe praktiziere sie vor allem im Gebet, erklärte die 56-Jährige, denn: “Mit Gebet und Fasten lassen sich sogar Kriege beenden.”

Dass auch Leid und das Ertragen von Unpässlichkeiten einen Wert für den Glauben darstellen könnten, hob Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt hervor. Jesus Christus in seiner Passion und später auch der Apostel Paulus hätten dies eindrücklich vorgezeigt. “Evangelisierung ist dort möglich, wo nicht jeder nur auf sein Recht pocht”, so der Wiener Erzbischof, der mit einer sehr persönlichen Begebenheit schloss. Sein eigener Vater – der “kein Kirchgeher” war – habe am Sterbebett über das Kreuz folgenden Satz aus einem Buch zitiert: “Die Vorderseite ist Leid und Schmerz, die Rückseite Freude”. Dies komme dem “Geheimnis des Kreuzes” sehr nahe, befand Schönborn, der hier auf das am Dienstag gefeierte Kirchenfest der “Kreuzerhöhung” einging.

Nährende Hilfe

Mehrere mit dem Wallfahrtsort Medjugorje verbundene Initiativen wurden im Rahmen des Gebetsabends vorgestellt, darunter die Gemeinschaft “Cenacolo” für ehemalige Drogenabhängige sowie die in der Steiermark wirkende Ordensgemeinschaft “Königin des Friedens”. Klara Heidlberger von “Mary’s Meals” verkündete bei dem Gebetstreffen das Erreichen eines “Meilensteins” ihrer Schulernährungsinitiative: Zwei Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt würden derzeit tagtäglich mit einer sättigenden Schulmahlzeit versorgt, was nicht nur deren Überleben, sondern auch den Schulbesuch sicherstelle. “Unsere Vision ist, dass jedes Kind eine tägliche Mahlzeit in der Schule erhält und dass diejenigen, die mehr haben als sie benötigen, mit jenen teilen, denen das Nötigste zum Leben fehlt”, so die Geschäftsführerin des in Medjugorje gestarteten, von Ehrenamtlichen getragenen Projekts.

Der Hunger sei weltweit im Zuge der Pandemie noch gestiegen, “und zwar nicht nur nach Nahrung, sondern auch nach Hoffnung”, hob Mary’s Meals-Gründer Magnus McFarlane-Barrow in einem Videogruß hervor. Die sich im Namen auf die Jungfrau Maria berufende Initiative bemühe sich darum, “Zeichen der Hoffnung und von Gottes Liebe” zu sein. Dass mittlerweile auch Pfarren in Österreich ganze Schulküchen für teils über 1.000 Kinder in Afrika finanzieren, zeigten beim Friedensgebet Helfer aus Oberösterreich vor. Vorgestellt wurden auch laufende Charityevents zugunsten Mary’s Meals wie etwa die Sportaktion “Move for Meals”, ein Benefizabend in Baden mit “Starmaniac” David Mannhart sowie ein Adventkonzert in Perchtoldsdorf.

“Ort des Getragenseins”

Vier Jugendliche hatten gleich eingangs vom diesjährigen Internationalen Jugendfestival in Medjugorje Anfang August erzählt. Die Teilnahme am “Mladifest” sei für sie “das absolute Sommer-Highlight” gewesen, sagte Christine (20), während die 18-jährige Anna von einer erhebenden Erfahrung von derart vielen – es waren mehrere Zehntausend – singenden, tanzenden und betenden jugendlichen Pilgern sprach. Die 17-jährige Kathrin berichtete, sie sei zu diesem Anlass erstmals nach Medjugorje gereist, und zwar mit Skepsis. Vor Ort habe dann aber das Gefühl überwogen, “getragen und geliebt zu sein” und aufgrund des Glaubens mit allen vor Ort eine Familie zu bilden.

Wie schon in den Vorjahren wurde die Veranstaltung auf Radio Maria, auf privaten Fernsehsendern sowie auf dem YouTube-Kanal der Päpstliche Missionswerke (missio) live übertragen.

Quelle KATHPRESS

 

mit Kardinal Christoph Schönborn, Weihbischof Arjan Dodaj aus Tirana, der Gemeinschaft Söhne und Töchter vom Kreuz, der Gemeinschaft Cenacolo, der Gemeinschaft Maria, Königin des Friedens und zahlreichen Glaubenszeugen.

Als besonderen Gast aus Medjugorje durften wir Marija Pavlovic-Lunetti begrüßen.

Musikalische Leitung: Margit Cerny   –   Violine: Melinda Dumitrescu 

Link zum Nachsehen: Youtube

Liebe Kinder! Mein Herz ist froh, weil ich in all diesen Jahren eure Liebe und Offenheit für meinen Ruf sehe. Heute rufe ich euch alle auf: Betet mit mir für Frieden und Freiheit!

Medjugorje, 25. Juni 2021


Message for you – FRIEDENSGEBET IM WIENER STEPHANSDOM

Besondere Stunden im Dom

Der Stephansdom gilt vielen wie das Herz von Wien. Und oft berichten uns Gläubige, dass das Friedensgebet einzigartige Stunden im Dom für sie sind, auf die sie sich das ganze Jahr freuen. Was das Besondere daran ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen. Vielleicht ist es die Atmosphäre des hinhorchenden Betens in einer großen Gemeinschaft des Glaubens, der Lobpreis Gottes, der Rosenkranz, jeweils mit einem besonderen Gast aus Medjugorje und die Momente der Stille, die uns, so hoffen wir, auch diesmal geschenkt werden und in denen ihnen, wie sie später berichten, die Muttergottes erscheint, dann die Eucharistiefeier als Höhepunkt, die Kardinal Christoph Schönborn mit uns feiert. All das vermag das Herz zu öffnen und es mit Frieden und Freude zu füllen, wie die Menschen uns berichten, ein Friede, den sie weitergeben wollen an ihre Lieben, an die Menschen, mit denen sie leben.

Die Botschaft: Friede wird uns durch das Gebet geschenkt

Diese Gewissheit hat sich in das kollektive Bewusstsein der Österreicher seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges tief eingeprägt. Damals war es der Franziskanerpater Petrus Pavlicek, der, inspiriert von den Erscheinungen in Fatima, den Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden in der Welt ins Leben gerufen hat. Das Friedensgebet im Stephansdom ist inspiriert von den Ereignissen im herzegowinischen Medjugorje, die vor 40 Jahren begonnen haben und noch andauern und die oft als Fortsetzung jener von Fatima bezeichnet werden. Die Gottesmutter zeigt sich den Sehern von Medjugorje als Königin des Friedens und ihre Grundbotschaft lautet: „Friede, Friede, Friede – und nur Friede! Zwischen Gott und den Menschen soll wieder Friede sein! Friede soll unter den Menschen sein!“

Bei all den politischen Bemühungen um Frieden, die wir heute durch die Medien mitverfolgen, wird vielen Menschen immer mehr bewusst, dass wirklicher Friede nicht so einfach machbar ist, sondern letztlich ein Geschenk ist, das sich jenem Herzen offenbart, das sich bittend und dankend Gott zuwendet.

Der Ablauf des Friedensgebets

Musik, Glaubenszeugnisse, Gebet, Lobpreis, Heilige Messe und Eucharistische Anbetung bestimmen den Ablauf des Friedensgebets, ähnlich wie die Abendliturgie in Medjugorje, jenem Ort, der vom Nationaldirektor der Missio Österreich, Pater Dr. Karl Wallner, kürzlich als „Missionshotspot für Europa“ bezeichnet wurde, an dem eine „zeitgemäße Charismatik über die Sakramente geht“.

Hervorzuheben sind die Zeugnisse gelebter christlicher Nächstenliebe beim Friedensgebet wie jene der Gemeinschaft Cenacolo, die durch Medjugorje nach Österreich gekommen ist und sich junger Menschen in Krisen, vor allem mit Drogen- und Alkoholproblemen und Depressionen annimmt, und die Ernährungsinitiative Mary‘s Meals, die durch Medjugorje entstanden ist und derzeit an die 2 Millionen Kindern in 19 der ärmsten Länder der Welt Schulmahlzeiten bereitstellt und ihnen damit den Schulbesuch ermöglicht.

Besonders freuen wir uns, dass Arjan Dodaj aus Tirana sein Kommen zum diesjährigen Friedensgebet zugesagt hat. Als 16-Jähriger gelangte er mit einem Schlauchboot von Albanien illegal nach Italien, wo er als Schweißer und Gärtner arbeitete und eine christliche Gemeinschaft kennenlernte, die durch Medjugorje entstanden war. 10 Jahre später weihte Johannes Paul II. ihn zum Priester und am 9. April 2020 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof der Erzdiözese Tirana-Durrës.

Eine große Freude für uns ist es, dass Marija Pavlovic-Lunetti als besonderer Gast aus Medjugorje ihr Kommen zugesagt hat.

Als Vorbereitung auf das große Friedensgebet im Wiener Stephansdom laden die Veranstalter wie jedes Jahr herzlich zu einer Novene ein, die am 6. September 2021 beginnt und mit der Weihe an Maria beim Friedensgebet seinen Höhepunkt hat. In den Anliegen der Königin des Friedens wollen wir in dieser Zeit täglich das Glaubensbekenntnis, die 7 Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater beten, ein unter gläubigen Katholiken der Herzegowina seit Jahrhunderten verbreitetes Gebet.

Kommt und betet mit!

Das Friedensgebet  wird live auf www.kit-tv.at  und  Radio Maria übertragen.

Organisation: Gebetsgemeinschaft Oase des Friedens und Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens in Zusammenarbeit mit zahlreichen religiösen Gemeinschaften der Diözese.

 


Rückblick Friedensgebet 2020

Wenn Sie am Friedensgebet 2020 nicht teilnehmen konnten, können Sie hier den LIVESTREAM nachsehen:

Youtube RADIO MARIA

Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen.” (Medjugorje, 25.8.2020)
Medjugorje-Friedensgebet 2020 im Wiener Stephansdom
© Christian Stelzer
 
 
Wien, 23.09.2020 (KAP)
Kardinal Christoph Schönborn hat dazu aufgerufen, verstärkt die Not anderer Menschen wahrzunehmen. Angesichts zunehmender Armut infolge der Covid-19-Krise sollten Christen nach dem Beispiel der Gottesmutter Maria “das Herz und die Ohren öffnen für das Wort Gottes und für den Ruf der Armen”, sagte der Wiener Erzbischof am Donnerstagabend beim Friedensgebet “Message for you” im Wiener Stephansdom. Das in der Tradition des Marienwallfahrtsortes Medjugorje ausgerichtete Gebet – eine der größten religiösen Veranstaltungen Österreichs – fand heuer aufgrund der Corona-Beschränkungen in kleinerem Rahmen statt.

 

Die gesamte Bibel schildere, dass Gott den Schrei des Armen erhöre, erklärte der Kardinal. Die Jungfrau Maria habe durch ihr Hören und Vertrauen auf das Wort Gottes und ihr Handeln in seinem Sinne ebenfalls dessen “weites Herz” erhalten und sich nie den Armen verschlossen. Es sei deshalb kein Zufall, dass arme Menschen oft eine besondere Liebe zur Mutter Jesu aufwiesen.

Die derzeit den Lebenstakt vorgebende Pandemie deutete Schönborn als “Erinnerung Gottes, dass Er der Schöpfer ist und wir die Geschöpfe”. Der Mensch sei nicht zu allem fähig und könne sich manches nicht selbst geben, erst recht nicht “das Kostbarste”, nämlich Gottes Gnade, Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit. Gott schenke dies alles dem Menschen jedoch, und zwar “gratis, umsonst und in Fülle, in der Eucharistie wie auch durch seine Mutter”, sagte der Kardinal.

Das Friedensgebet fand in seiner 13. Auflage mit den seit Montag geltenden verschärften Corona-Regeln für Kirchen statt. Hatte die Veranstaltung in den Vorjahren noch den Dom mit tausenden Besuchern “zum Bersten gefüllt”, war die fünfstündige Feier schon im Vorfeld auf 750 Maske-tragende Beter beschränkt worden, wie Dompfarrer Toni Faber einleitend erinnerte. Letztlich nahmen rund 650 Gläubige an dem Friedensgebet teil, und alle Abstandsregeln wurden eingehalten, wie ein Kathpress-Lokalaugenschein ergab; zudem ersetzte ein Musikensemble den sonst gut 70-köpfigen Chor. Organisator Christian Stelzer verwies auf die “große virtuelle Glaubensgemeinschaft”, die über Livestream, KIT-TV und Radio Maria mitfeierte.

Gefahr und Chance

Traditionell bestimmen beim Friedensgebet Rosenkranz, Eucharistiefeier, Anbetung und Glaubenszeugnisse das Programm. Heuer berichtete der Gründer der Schulernährungsinitiative “Marys Meals”, Magnus MacFarlane-Barrow, via Video-Live-Zuschaltung über drastische Auswirkungen der Corona-Pandemie in den ärmsten Ländern der Welt: “Die Prognose einer Verdoppelung der Hungernden scheint sich zu bewahrheiten. Viele neue Dorfgemeinschaften wollen infolge von Covid-19 in unser Programm aufgenommen werden.” Aufgrund der vielen Schulschließungen habe das Hilfswerk ein neues System gefunden, um weiterhin 1,6 Millionen Kindern – vor allem in afrikanischen Ländern südlich der Sahara – täglich mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen.

Ebenso wie MacFarlane-Barrow nannte auch Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner biografische Bezüge zu Medjugorje und rief dazu auf, sich durch die Coronakrise eröffnende Chancen besser zu nutzen. Dazu zählt nach Ansicht des Zisterziensermönchs in einer Kirche, in der Äußerlichkeiten oft zu wichtig geworden seien, die Gelegenheit zu einer “Vergeistlichung”. Die Beziehung zu Jesus Christus sei die eigentliche “Substanz des Glaubens” und könne trotz aller Covid-19-Beschränkungen etwa in einer sehr bewusst empfangenen “geistlichen Kommunion” gestärkt werden, betonte der Ordensmann.

Auch das einfache Bittgebet sollten die Menschen wiederentdecken und “von Gott mehr erwarten”, appellierte der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich. Wallner will zudem ein Buch über die ihm seit dem Lockdown zugesandten 31.000 Fürbitten und Gebetserhörungen von Mitfeiernden der täglichen missio-Livestream-Gottesdienste herausgeben.

Schließlich drängte der Missio-Chef, die Kirche müsse “missionarischer” werden: “Wir haben vergessen, dass Jesus sein Werk mit Fischern begann – nicht etwa mit Hirten, die einem verlorenen Schaf nachlaufen. Heute ist ein Schaf noch da, 99 laufen frei herum. Wir müssen Werbende sein und die Netze neu auswerfen.” Neue Formate gelte es besser zu nutzen, verwies P. Wallner auf Zuseher-Spitzenwerte bei ORF-Fernsehgottesdiensten.

Gebet für Frieden

Besondere Aufmerksamkeit erfuhren bei den Friedensgebeten vergangener Jahre stets auch die Gäste aus Medjugorje, darunter Mitglieder der “Seher”, die von teils täglichen Erscheinungen der Jungfrau Maria seit dem Jahr 1981 berichten, über deren Echtheit der Vatikan bislang noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat. Auch wenn eine Anreise nach Wien heuer aufgrund der Covid-19-Situation erstmals nicht möglich war, wandten sich zwei dieser einst aus Kindern bestehenden Gruppe – Marija Pavlovic-Lunetti und Ivan Dragicevic (beide 55) – mit Videobotschaften an die im Stephansdom Versammelten.

Pavlovic-Lunetti sprach von einem “schwierigen Moment” und vom “Aufruf der Muttergottes zur Heiligkeit und zur Rückkehr zum Glauben und zu den Sakramenten”. Dragicevic hob die Bedeutung des Gebetes hervor, um in einer “friedlosen Zeit” Frieden zunächst mit Gott und dann auch unter den Menschen zu schließen. Die sich in Medjugorje selbst als “Königin des Friedens” bezeichnende Mutter Jesu rufe jeden einzelnen Menschen persönlich dazu auf, ein Mittler des Friedens zu werden. Die mittlerweile 39 Jahre seit Beginn der Erscheinungs-Berichte seien eine “Zeit der Gnade”.

 
Kathpress
 

Video Ivan

 
Fotos vom 13. Friedensgebet

“Vereinen wir alle, Männer und Frauen jedes religiösen Bekenntnisses, uns heute in Gebet und Buße, um Gott um das Ende dieser Pandemie zu bitten”. Papst Franziskus