Friedensgebet 2022

“Message for you”

15. Friedensgebet im Wiener Stephansdom
am 20.09.2022 

“Gebet kann Frieden bringen”

Großveranstaltung mit Kardinal Schönborn im Zeichen des Ukraine-Krieges – Ukrainischer Bischof Szyrokoradiuk: Abwendung von Odessas Zerstörung ein “Wunder”

Wien, 21.09.2022 (KAP) Ein intensiver Gebetsabend für Frieden besonders in der Ukraine war das diesjährige Medjugorje-Friedensgebet im Wiener Stephansdom. “Lass alle Waffen verstummen, beschenke die Mächtigen mit Weisheit und erfülle sie mit gutem Willen und Mut, den Weg des Friedens zu gehen”, hieß es in einer Fürbitte des von Kardinal Christoph Schönborn geleiteten Gottesdienstes im Rahmen des Treffens am Dienstagabend. Zu der insgesamt sechsstündigen Veranstaltung war auch der Bischof von Odessa, Stanislaw Szyrokoradiuk, nach Wien gekommen. Das Gebet um Frieden sei die wichtigste Unterstützung, die die Ukraine derzeit aus aller Welt erhalte, betonte der vom Krieg unmittelbar betroffene Bischof, denn: “Ohne Gottes Hilfe ist Friede unmöglich.” 

Dass im Gebet – insbesondere auch für Verstorbene – große Kraft stecke und entscheidend zum Frieden beigetragen werde, sah Szyrokoradiuk im Schicksal seiner Diözese bestätigt, in der sich die Gläubigen seit Beginn des russischen Angriffes in den Kirchen zum Gebet versammelt hätten. “Odessa hat viele Wunder erlebt”, so der Bischof über die Folgen. Dreimal hätten russische Kriegsschiffe die Schwarzmeer-Küstenstadt ins Visier genommen, seien dann aber stets wieder umgekehrt – zweimal wegen eines plötzlich starken aufkommenden Seesturmes, ein drittes Mal, da sich die Schiffsbesatzung gegen die Bombardierung entschieden habe. Bis heute sei Odessa nicht besetzt und es herrsche trotz anhaltender Raketenangriffe und 40.000 Binnenflüchtlingen in der Stadt eine “gewisse Normalität”.

So wie er selbst seien auch die Priester und Ordensschwestern seiner Diözese an ihrem Einsatzort geblieben, um mit den Menschen zu beten und sie geistlich zu unterstützen, “auch in jenen Gebieten der Diözese, die bereits von Russland besetzt sind, wie etwa die Stadt Cherson”, berichtete Bischof Szyrokoradiuk. In den Predigten bei seinen Gläubigen erwähne er oftmals Österreich: Dass sich in der Alpenrepublik nach 1945 eine starke Gebetsbewegung – der vom Franziskanerpater Petrus Pavlicek initiierte Rosenkranz-Sühnekreuzzug – gebildet habe und das Land zehn Jahre später seine Unabhängigkeit wiedererlangt habe, stelle für ihn eine große Hoffnung und ein Vorbild dar, erklärte der Bischof von Odessa-Simferopol.

Schönborn betet auch für Russland

Höhepunkt des sechsstündigen Gebetsabends war eine Eucharistiefeier mit Kardinal Schönborn. Der Wiener Erzbischof rief ebenfalls zum Gebet für die Ukraine auf, und auch “für die vielen russischen Soldaten, die oft gar nicht wissen, warum sie in diesen Krieg müssen und die ihr Leben lassen”. Auch andere Kriege wie jenen zwischen Armenien und Aserbaidschan oder im äthiopischen Tigray erwähnte der Kardinal. Die in Medjugorje als “Gospa” bezeichnete Jungfrau Maria ermutige die Menschen unermüdlich, “auf Jesus zu vertrauen und weiter um Frieden zu beten”. Als weitere “Ermutigung” bezeichnete Schönborn auch das Beispiel der ersten Christen Koreas, die auf ihrer intensiven Suche nach Wahrheit “von Gott berührt” worden seien und davon allen Menschen erzählt hätten. “Das beste Zeugnis ist unser Leben”, schloss der Kardinal. 

Über internationale Hungerkatastrophen sprach im Wiener Stephansdom der Gründer des Schulernährungsprogramm “Mary’s Meals”, Magnus MacFarlane-Barrow. Dank der vor 20 Jahren gestarteten Initiative werden derzeit über zwei Millionen Kinder in Hungergebieten tagtäglich verköstigt. “Doch noch viel mehr warten weiterhin auf diese Mahlzeit”, gebe es doch allein am Horn von Afrika derzeit 22 Millionen Hungernde, betonte der Schotte. Zutiefst erschüttert habe ihn bei seinem jüngsten Besuch im kenianischen Turkana die Begegnung mit einer Familie, die seit drei Tagen nichts gegessen habe. Schon zwei Jahre lang habe es in diesem Dorf nicht geregnet, “und nachdem derzeit die Tiere versterben, wissen die Menschen, dass als nächstes sie dran sind”. Sein in Medjugorje inspiriertes Hilfswerk schaffe “Hoffnung” inmitten der Not, so MacFarlane-Barrow.

Frieden auf persönlicher und zwischenmenschlicher Ebene war in den Beiträgen junger Männer der Gemeinschaft “Cenacolo” ein Thema. Die seit 25 Jahren im burgenländischen Kleinfrauenhaid beheimatete Einrichtung kümmert sich um Menschen in Lebenskrisen, oft infolge von Drogensucht oder Depression. Durch die Gemeinschaft und das Gebet hätten sie “wieder zurück ins Leben gefunden, nachdem ich so tot war wie der verlorene Sohn”, bekundeten mehrere Mitglieder. In weiteren Zeugnissen berichteten Jugendliche von Gebetserlebnissen im Medjugorje. Solange sie auf der Suche nach einer Sensation gewesen seien, habe sie der Wallfahrtsort enttäuscht. Nach einer Beichte habe sich dies jedoch geändert. Vor allem hätten sie dort “Zeit für das Wesentliche” – nämlich das Gebet – gefunden.

Rosenkranz und Fasten

Aus Medjugorje angereist war zum Friedensgebet Ivan Dragicevic, der als einer der Gruppe der “Seherkinder” bezeugt, seit nunmehr 41 Jahren weiterhin täglich die Jungfrau Maria zu sehen. Die Mutter Jesu bezeichne sich in diesen Visionen als “Königin des Friedens” und sage, sie sei von ihrem Sohn gesandt worden, um den Menschen zum “Frieden im Herzen der Menschen, zwischen dem Menschen und Gott und unter allen Menschen” zu verhelfen, erklärte Dragicevic. Viele suchten den Frieden jedoch am falschen Ort. Wahrer Friede sei nur durch “Umkehr zu Gott, indem man ihm den ersten Platz gibt” zu finden. Besonders das Rosenkranzgebet und das “Fasten, das die Kraft hat, sogar Kriege aufzuhalten” hebe Maria in ihren Botschaften hervor. 

Der Rosenkranz wurde auch beim Friedensgebet im Stephansdom gebetet, unterbrochen von einer fast zehnminütigen völligen Stille der im Dom Anwesenden. Dragicevic erklärte später, ihm sei in diesem Moment die “Gospa” erschienen. Sie habe lange Zeit für Frieden in der Ukraine gebetet, sowie auch für die anwesenden Bischöfe, Priester und Gläubigen. Der Abend klang mit einer eucharistischen Anbetung aus, die von einem großen Chor mit Instrumentalensemble sowie Betrachtungen von Kardinal Schönborn gestaltet wurde.

Wiener Tradition seit 2008

Aus Medjugorje in Bosnien-Herzegowina werden seit 1981 Marienerscheinungen berichtet, über deren Echtheit die katholische Kirche jedoch trotz mehrfacher Prüfungen noch kein offizielles Urteil gefällt hat. Ein beauftragter Visitator von Papst Franziskus, seit 2021 Bischof Aldo Cavalli, hält sich in dem Wallfahrtsort auf und ist insbesondere für die Begleitung der Pilger zuständig. In Österreich hat sich in den 1980er Jahren eine sich auf Medjugorje berufende Gebetsbewegung gebildet, die seit 2008 in Zusammenarbeit mit der Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens und zahlreichen religiösen Gemeinschaften der Erzdiözese Wien alljährlich im September das Friedensgebet im Wiener Stephansdom veranstaltet. Mit stets mehreren Tausend Teilnehmenden zählt es zu den größten religiösen Ereignissen im Land.

Quelle KATHPRESS

(Honorarfreie Fotos der Veranstaltung stehen unter www.kathpress.at/fotos zum Download bereit)

Live – Stream zum Nachsehen 

oder:

 www.kit-tv.at  .  Radio Maria



Besondere Stunden im Dom

Über das jährliche Friedensgebet im Stephansdom, dem Herzen von Wien, berichten viele Besucher, dass es einzigartige Stunden des Gebets und Lobpreises für sie sind, auf welche sie sich das ganze Jahr freuen. 

Als besonderer Gast hat uns Ivan Dragicevic aus Medjugorje für dieses Jahr sein Kommen zugesagt. Kardinal Christoph Schönborn wird als Höhepunkt des Abends mit uns die Eucharistie feiern.

Friede durch Gebet

Die Gewissheit, dass Gebet den Frieden schenkt, hat sich in das kollektive Bewusstsein der Österreicher seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges tief eingeprägt. Damals war es der Franziskanerpater Petrus Pavlicek, der, inspiriert von den Erscheinungen in Fatima, den Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden in der Welt ins Leben gerufen hat. Das Friedensgebet im Stephansdom ist von den Ereignissen im herzegowinischen Medjugorje inspiriert, die vor 41 Jahren begonnen haben und noch andauern und die oft als Fortsetzung jener von Fatima bezeichnet werden. Die Gottesmutter zeigt sich den Sehern von Medjugorje, zu denen auch Ivan Dragicevic zählt, als Königin des Friedens und ihre Grundbotschaft lautet: „Friede, Friede, Friede – und nur Friede! Zwischen Gott und den Menschen soll wieder Friede sein! Friede soll unter den Menschen sein!“ 

Gerade heute sehen wir, dass wirklicher Friede trotz aller Bemühungen nicht einfach machbar ist, sondern letztlich ein Geschenk ist, das sich jenem Herzen offenbart, das sich bittend und dankend Gott zuwendet. 

Der Ablauf des Friedensgebets

Der Ablauf des Friedensgebets ist einfach: Musik, Glaubenszeugnisse, Gebet, Lobpreis, Heilige Messe und Eucharistische Anbetung bestimmen das Friedensgebet, ähnlich wie bei der Abendliturgie in Medjugorje, jenem Ort, der vom Nationaldirektor der Missio Österreich, Pater Dr. Karl Wallner, als „Missionshotspot für Europa“ bezeichnet wurde, an dem eine „zeitgemäße Charismatik über die Sakramente geht“. 

Hervorzuheben sind die Zeugnisse gelebter christlicher Nächstenliebe beim Friedensgebet wie jene von Bischof Stanislaw Szyrokoradiuk aus Odessa, der Gemeinschaft Cenacolo, die durch Medjugorje nach Österreich gekommen ist und sich junger Menschen in Krisen, vor allem mit Drogen- und Alkoholproblemen und Depressionen annimmt, und die Ernährungsinitiative Mary‘s Meals, die durch Medjugorje entstanden ist und derzeit mehr als 2 Millionen Kindern in 20 der ärmsten Länder der Welt Schulmahlzeiten bereitstellt und ihnen damit den Schulbesuch ermöglicht. 

Bischof Stanislaw Szyrokoradiuk ist seit vielen Jahren mit Medjugorje verbunden und erlebt derzeit hautnah, wie sehr das Gebet den Menschen in seiner Heimat hilft, den Kriegsalltag zu überstehen. 

Eine große Freude für uns ist es, dass Ivan Dragicevic als besonderer Gast aus Medjugorje sein Kommen zugesagt hat. 

Novene

Als Vorbereitung auf das große Friedensgebet im Wiener Stephansdom laden die Veranstalter wie jedes Jahr herzlich zu einer Novene ein, die am 12. September 2022 beginnt und mit der Weihe an Maria beim Friedensgebet seinen Höhepunkt hat. In den Anliegen der Königin des Friedens wollen wir in dieser Zeit täglich das Glaubensbekenntnis, 7 Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater beten, ein unter gläubigen Katholiken der Herzegowina seit Jahrhunderten verbreitetes Gebet.

Kommt und betet mit!

Das Friedensgebet wird live auf www.kit-tv.at  und  Radio Maria übertragen. 

Organisation: Gebetsgemeinschaft Oase des Friedens und Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens in Zusammenarbeit mit zahlreichen religiösen Gemeinschaften der Diözese. 

 

Rückblick 14. Friedensgebet 2021

Gebet und tatkräftige Hilfe gehören zusammen

Im Zeichen des Gebetes um Frieden in der Welt und um ein Ende der Corona-Pandemie ist am Dienstagabend, dem 14. September,  in Wien das Medjugorje-Friedensgebet gestanden. “Wo das Gebet einen starken Strang bildet, da ist Friede möglich”, sagte Dompfarrer Toni Faber, der die mit Masken verhüllten Gläubigen im Stephansdom begrüßte. Das Friedensgebet möge ein Beitrag zur Überwindung der Corona-Krise sein, so Fabers Wunsch für die Gebetsveranstaltung, die zum bisher 14. Mal stattfand. Das über fünfstündige Programm umfasste Glaubenszeugnisse, Gebete und Lieder sowie Beispiele, wie aus der Kraft des Glaubens heraus starke soziale Initiativen entstehen können. Höhepunkt war einen Gottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn.

Über den Wert der Begegnung sprach der Weihbischof von Tirana, Arjad Dodaj. Der erst 44-jährige Bischof berichtete von seinem Aufwachsen im kommunistischen Albanien, der Flucht als Jugendlicher im Boot über die Adria nach Italien und seinem Kennenlernen des christlichen Glaubens in einer Gebetsgruppe. Nachdem die schulische Indoktrinierung in Diktatur-Zeiten Gott immer als “große Lüge der Priester” – die damals alle tot oder inhaftiert waren – vermittelt hatte, hätte ihn keine Katechese vom Gegenteil überzeugen können, sagte er. Wohl aber sei dies der Freundlichkeit und dem Entgegenkommen jener jungen Christen gelungen, die ihn damals mit 16 Jahren in Italien mit offenen Armen aufnahmen.

Dodaj war damals der Gemeinschaft “Söhne und Töchter vom Kreuz” begegnet, an deren Gebetstreffen, Exerzitien und Pilgerfahrten er sich fortan beteiligte. Die Erfahrung der “Frische des Glaubens” sowie das Kennenlernen der Jungfrau Maria als Gottes “Revolution der Zärtlichkeit” hätten ihn zu Taufe und Firmung geführt und schließlich auch seine geistliche Berufung erkennen lassen. 2003 wurde Dodaj von Papst Johannes Paul II. im Petersdom zum Priester geweiht und wirkte lange in Rom als Jugendseelsorger, ehe er 2017 als Generalvikar der Erzdiözese Tirana in seine albanische Heimat zurückgerufen und dort am 15. September 2020 zum Bischof geweiht wurde.

Fasten und Leid ertragen

Über “Zärtlichkeit” sprach beim Friedensgebet auch Marija Pavlovic-Lunetti, die zur Gruppe der Seher von Medjugorje gehört. Die Gegenwart der Jungfrau Maria – der sie laut eigenen Angaben bei Erscheinungen allabendlich begegnet – sei Ausdruck von Gottes Liebe zu den Menschen, so die bei Mailand lebende vierfache Mutter. Sie selbst verspüre inneren Drang und die Aufgabe, “den Menschen nahe zu sein, die nicht glauben, keine Zukunftshoffnung haben oder wegen Problemen wie etwa Arbeitslosigkeit oder der Pandemie in Ängsten leben”. Diese Nähe praktiziere sie vor allem im Gebet, erklärte die 56-Jährige, denn: “Mit Gebet und Fasten lassen sich sogar Kriege beenden.”

Dass auch Leid und das Ertragen von Unpässlichkeiten einen Wert für den Glauben darstellen könnten, hob Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt hervor. Jesus Christus in seiner Passion und später auch der Apostel Paulus hätten dies eindrücklich vorgezeigt. “Evangelisierung ist dort möglich, wo nicht jeder nur auf sein Recht pocht”, so der Wiener Erzbischof, der mit einer sehr persönlichen Begebenheit schloss. Sein eigener Vater – der “kein Kirchgeher” war – habe am Sterbebett über das Kreuz folgenden Satz aus einem Buch zitiert: “Die Vorderseite ist Leid und Schmerz, die Rückseite Freude”. Dies komme dem “Geheimnis des Kreuzes” sehr nahe, befand Schönborn, der hier auf das am Dienstag gefeierte Kirchenfest der “Kreuzerhöhung” einging.

Nährende Hilfe

Mehrere mit dem Wallfahrtsort Medjugorje verbundene Initiativen wurden im Rahmen des Gebetsabends vorgestellt, darunter die Gemeinschaft “Cenacolo” für ehemalige Drogenabhängige sowie die in der Steiermark wirkende Ordensgemeinschaft “Königin des Friedens”. Klara Heidlberger von “Mary’s Meals” verkündete bei dem Gebetstreffen das Erreichen eines “Meilensteins” ihrer Schulernährungsinitiative: Zwei Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt würden derzeit tagtäglich mit einer sättigenden Schulmahlzeit versorgt, was nicht nur deren Überleben, sondern auch den Schulbesuch sicherstelle. “Unsere Vision ist, dass jedes Kind eine tägliche Mahlzeit in der Schule erhält und dass diejenigen, die mehr haben als sie benötigen, mit jenen teilen, denen das Nötigste zum Leben fehlt”, so die Geschäftsführerin des in Medjugorje gestarteten, von Ehrenamtlichen getragenen Projekts.

Der Hunger sei weltweit im Zuge der Pandemie noch gestiegen, “und zwar nicht nur nach Nahrung, sondern auch nach Hoffnung”, hob Mary’s Meals-Gründer Magnus McFarlane-Barrow in einem Videogruß hervor. Die sich im Namen auf die Jungfrau Maria berufende Initiative bemühe sich darum, “Zeichen der Hoffnung und von Gottes Liebe” zu sein. Dass mittlerweile auch Pfarren in Österreich ganze Schulküchen für teils über 1.000 Kinder in Afrika finanzieren, zeigten beim Friedensgebet Helfer aus Oberösterreich vor. Vorgestellt wurden auch laufende Charityevents zugunsten Mary’s Meals wie etwa die Sportaktion “Move for Meals”, ein Benefizabend in Baden mit “Starmaniac” David Mannhart sowie ein Adventkonzert in Perchtoldsdorf.

“Ort des Getragenseins”

Vier Jugendliche hatten gleich eingangs vom diesjährigen Internationalen Jugendfestival in Medjugorje Anfang August erzählt. Die Teilnahme am “Mladifest” sei für sie “das absolute Sommer-Highlight” gewesen, sagte Christine (20), während die 18-jährige Anna von einer erhebenden Erfahrung von derart vielen – es waren mehrere Zehntausend – singenden, tanzenden und betenden jugendlichen Pilgern sprach. Die 17-jährige Kathrin berichtete, sie sei zu diesem Anlass erstmals nach Medjugorje gereist, und zwar mit Skepsis. Vor Ort habe dann aber das Gefühl überwogen, “getragen und geliebt zu sein” und aufgrund des Glaubens mit allen vor Ort eine Familie zu bilden.

Wie schon in den Vorjahren wurde die Veranstaltung auf Radio Maria, auf privaten Fernsehsendern sowie auf dem YouTube-Kanal der Päpstliche Missionswerke (missio) live übertragen.

Quelle KATHPRESS

 

mit Kardinal Christoph Schönborn, Weihbischof Arjan Dodaj aus Tirana, der Gemeinschaft Söhne und Töchter vom Kreuz, der Gemeinschaft Cenacolo, der Gemeinschaft Maria, Königin des Friedens und zahlreichen Glaubenszeugen.

Als besonderen Gast aus Medjugorje durften wir Marija Pavlovic-Lunetti begrüßen.

Musikalische Leitung: Margit Cerny   –   Violine: Melinda Dumitrescu 

Link zum Nachsehen: Youtube

Liebe Kinder! Mein Herz ist froh, weil ich in all diesen Jahren eure Liebe und Offenheit für meinen Ruf sehe. Heute rufe ich euch alle auf: Betet mit mir für Frieden und Freiheit!

Medjugorje, 25. Juni 2021


Message for you – FRIEDENSGEBET IM WIENER STEPHANSDOM

Besondere Stunden im Dom

Der Stephansdom gilt vielen wie das Herz von Wien. Und oft berichten uns Gläubige, dass das Friedensgebet einzigartige Stunden im Dom für sie sind, auf die sie sich das ganze Jahr freuen. Was das Besondere daran ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen. Vielleicht ist es die Atmosphäre des hinhorchenden Betens in einer großen Gemeinschaft des Glaubens, der Lobpreis Gottes, der Rosenkranz, jeweils mit einem besonderen Gast aus Medjugorje und die Momente der Stille, die uns, so hoffen wir, auch diesmal geschenkt werden und in denen ihnen, wie sie später berichten, die Muttergottes erscheint, dann die Eucharistiefeier als Höhepunkt, die Kardinal Christoph Schönborn mit uns feiert. All das vermag das Herz zu öffnen und es mit Frieden und Freude zu füllen, wie die Menschen uns berichten, ein Friede, den sie weitergeben wollen an ihre Lieben, an die Menschen, mit denen sie leben.

Die Botschaft: Friede wird uns durch das Gebet geschenkt

Diese Gewissheit hat sich in das kollektive Bewusstsein der Österreicher seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges tief eingeprägt. Damals war es der Franziskanerpater Petrus Pavlicek, der, inspiriert von den Erscheinungen in Fatima, den Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden in der Welt ins Leben gerufen hat. Das Friedensgebet im Stephansdom ist inspiriert von den Ereignissen im herzegowinischen Medjugorje, die vor 40 Jahren begonnen haben und noch andauern und die oft als Fortsetzung jener von Fatima bezeichnet werden. Die Gottesmutter zeigt sich den Sehern von Medjugorje als Königin des Friedens und ihre Grundbotschaft lautet: „Friede, Friede, Friede – und nur Friede! Zwischen Gott und den Menschen soll wieder Friede sein! Friede soll unter den Menschen sein!“

Bei all den politischen Bemühungen um Frieden, die wir heute durch die Medien mitverfolgen, wird vielen Menschen immer mehr bewusst, dass wirklicher Friede nicht so einfach machbar ist, sondern letztlich ein Geschenk ist, das sich jenem Herzen offenbart, das sich bittend und dankend Gott zuwendet.

Der Ablauf des Friedensgebets

Musik, Glaubenszeugnisse, Gebet, Lobpreis, Heilige Messe und Eucharistische Anbetung bestimmen den Ablauf des Friedensgebets, ähnlich wie die Abendliturgie in Medjugorje, jenem Ort, der vom Nationaldirektor der Missio Österreich, Pater Dr. Karl Wallner, kürzlich als „Missionshotspot für Europa“ bezeichnet wurde, an dem eine „zeitgemäße Charismatik über die Sakramente geht“.

Hervorzuheben sind die Zeugnisse gelebter christlicher Nächstenliebe beim Friedensgebet wie jene der Gemeinschaft Cenacolo, die durch Medjugorje nach Österreich gekommen ist und sich junger Menschen in Krisen, vor allem mit Drogen- und Alkoholproblemen und Depressionen annimmt, und die Ernährungsinitiative Mary‘s Meals, die durch Medjugorje entstanden ist und derzeit an die 2 Millionen Kindern in 19 der ärmsten Länder der Welt Schulmahlzeiten bereitstellt und ihnen damit den Schulbesuch ermöglicht.

Besonders freuen wir uns, dass Arjan Dodaj aus Tirana sein Kommen zum diesjährigen Friedensgebet zugesagt hat. Als 16-Jähriger gelangte er mit einem Schlauchboot von Albanien illegal nach Italien, wo er als Schweißer und Gärtner arbeitete und eine christliche Gemeinschaft kennenlernte, die durch Medjugorje entstanden war. 10 Jahre später weihte Johannes Paul II. ihn zum Priester und am 9. April 2020 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof der Erzdiözese Tirana-Durrës.

Eine große Freude für uns ist es, dass Marija Pavlovic-Lunetti als besonderer Gast aus Medjugorje ihr Kommen zugesagt hat.

Als Vorbereitung auf das große Friedensgebet im Wiener Stephansdom laden die Veranstalter wie jedes Jahr herzlich zu einer Novene ein, die am 6. September 2021 beginnt und mit der Weihe an Maria beim Friedensgebet seinen Höhepunkt hat. In den Anliegen der Königin des Friedens wollen wir in dieser Zeit täglich das Glaubensbekenntnis, die 7 Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater beten, ein unter gläubigen Katholiken der Herzegowina seit Jahrhunderten verbreitetes Gebet.

Kommt und betet mit!

Das Friedensgebet  wird live auf www.kit-tv.at  und  Radio Maria übertragen.

Organisation: Gebetsgemeinschaft Oase des Friedens und Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens in Zusammenarbeit mit zahlreichen religiösen Gemeinschaften der Diözese.

 


Rückblick Friedensgebet 2020

Wenn Sie am Friedensgebet 2020 nicht teilnehmen konnten, können Sie hier den LIVESTREAM nachsehen:

Youtube RADIO MARIA

Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen.” (Medjugorje, 25.8.2020)
Medjugorje-Friedensgebet 2020 im Wiener Stephansdom
© Christian Stelzer
 
 
Wien, 23.09.2020 (KAP)
Kardinal Christoph Schönborn hat dazu aufgerufen, verstärkt die Not anderer Menschen wahrzunehmen. Angesichts zunehmender Armut infolge der Covid-19-Krise sollten Christen nach dem Beispiel der Gottesmutter Maria “das Herz und die Ohren öffnen für das Wort Gottes und für den Ruf der Armen”, sagte der Wiener Erzbischof am Donnerstagabend beim Friedensgebet “Message for you” im Wiener Stephansdom. Das in der Tradition des Marienwallfahrtsortes Medjugorje ausgerichtete Gebet – eine der größten religiösen Veranstaltungen Österreichs – fand heuer aufgrund der Corona-Beschränkungen in kleinerem Rahmen statt.

 

Die gesamte Bibel schildere, dass Gott den Schrei des Armen erhöre, erklärte der Kardinal. Die Jungfrau Maria habe durch ihr Hören und Vertrauen auf das Wort Gottes und ihr Handeln in seinem Sinne ebenfalls dessen “weites Herz” erhalten und sich nie den Armen verschlossen. Es sei deshalb kein Zufall, dass arme Menschen oft eine besondere Liebe zur Mutter Jesu aufwiesen.

Die derzeit den Lebenstakt vorgebende Pandemie deutete Schönborn als “Erinnerung Gottes, dass Er der Schöpfer ist und wir die Geschöpfe”. Der Mensch sei nicht zu allem fähig und könne sich manches nicht selbst geben, erst recht nicht “das Kostbarste”, nämlich Gottes Gnade, Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit. Gott schenke dies alles dem Menschen jedoch, und zwar “gratis, umsonst und in Fülle, in der Eucharistie wie auch durch seine Mutter”, sagte der Kardinal.

Das Friedensgebet fand in seiner 13. Auflage mit den seit Montag geltenden verschärften Corona-Regeln für Kirchen statt. Hatte die Veranstaltung in den Vorjahren noch den Dom mit tausenden Besuchern “zum Bersten gefüllt”, war die fünfstündige Feier schon im Vorfeld auf 750 Maske-tragende Beter beschränkt worden, wie Dompfarrer Toni Faber einleitend erinnerte. Letztlich nahmen rund 650 Gläubige an dem Friedensgebet teil, und alle Abstandsregeln wurden eingehalten, wie ein Kathpress-Lokalaugenschein ergab; zudem ersetzte ein Musikensemble den sonst gut 70-köpfigen Chor. Organisator Christian Stelzer verwies auf die “große virtuelle Glaubensgemeinschaft”, die über Livestream, KIT-TV und Radio Maria mitfeierte.

Gefahr und Chance

Traditionell bestimmen beim Friedensgebet Rosenkranz, Eucharistiefeier, Anbetung und Glaubenszeugnisse das Programm. Heuer berichtete der Gründer der Schulernährungsinitiative “Marys Meals”, Magnus MacFarlane-Barrow, via Video-Live-Zuschaltung über drastische Auswirkungen der Corona-Pandemie in den ärmsten Ländern der Welt: “Die Prognose einer Verdoppelung der Hungernden scheint sich zu bewahrheiten. Viele neue Dorfgemeinschaften wollen infolge von Covid-19 in unser Programm aufgenommen werden.” Aufgrund der vielen Schulschließungen habe das Hilfswerk ein neues System gefunden, um weiterhin 1,6 Millionen Kindern – vor allem in afrikanischen Ländern südlich der Sahara – täglich mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen.

Ebenso wie MacFarlane-Barrow nannte auch Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner biografische Bezüge zu Medjugorje und rief dazu auf, sich durch die Coronakrise eröffnende Chancen besser zu nutzen. Dazu zählt nach Ansicht des Zisterziensermönchs in einer Kirche, in der Äußerlichkeiten oft zu wichtig geworden seien, die Gelegenheit zu einer “Vergeistlichung”. Die Beziehung zu Jesus Christus sei die eigentliche “Substanz des Glaubens” und könne trotz aller Covid-19-Beschränkungen etwa in einer sehr bewusst empfangenen “geistlichen Kommunion” gestärkt werden, betonte der Ordensmann.

Auch das einfache Bittgebet sollten die Menschen wiederentdecken und “von Gott mehr erwarten”, appellierte der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich. Wallner will zudem ein Buch über die ihm seit dem Lockdown zugesandten 31.000 Fürbitten und Gebetserhörungen von Mitfeiernden der täglichen missio-Livestream-Gottesdienste herausgeben.

Schließlich drängte der Missio-Chef, die Kirche müsse “missionarischer” werden: “Wir haben vergessen, dass Jesus sein Werk mit Fischern begann – nicht etwa mit Hirten, die einem verlorenen Schaf nachlaufen. Heute ist ein Schaf noch da, 99 laufen frei herum. Wir müssen Werbende sein und die Netze neu auswerfen.” Neue Formate gelte es besser zu nutzen, verwies P. Wallner auf Zuseher-Spitzenwerte bei ORF-Fernsehgottesdiensten.

Gebet für Frieden

Besondere Aufmerksamkeit erfuhren bei den Friedensgebeten vergangener Jahre stets auch die Gäste aus Medjugorje, darunter Mitglieder der “Seher”, die von teils täglichen Erscheinungen der Jungfrau Maria seit dem Jahr 1981 berichten, über deren Echtheit der Vatikan bislang noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat. Auch wenn eine Anreise nach Wien heuer aufgrund der Covid-19-Situation erstmals nicht möglich war, wandten sich zwei dieser einst aus Kindern bestehenden Gruppe – Marija Pavlovic-Lunetti und Ivan Dragicevic (beide 55) – mit Videobotschaften an die im Stephansdom Versammelten.

Pavlovic-Lunetti sprach von einem “schwierigen Moment” und vom “Aufruf der Muttergottes zur Heiligkeit und zur Rückkehr zum Glauben und zu den Sakramenten”. Dragicevic hob die Bedeutung des Gebetes hervor, um in einer “friedlosen Zeit” Frieden zunächst mit Gott und dann auch unter den Menschen zu schließen. Die sich in Medjugorje selbst als “Königin des Friedens” bezeichnende Mutter Jesu rufe jeden einzelnen Menschen persönlich dazu auf, ein Mittler des Friedens zu werden. Die mittlerweile 39 Jahre seit Beginn der Erscheinungs-Berichte seien eine “Zeit der Gnade”.

 
Kathpress
 

Video Ivan

 
Fotos vom 13. Friedensgebet

“Vereinen wir alle, Männer und Frauen jedes religiösen Bekenntnisses, uns heute in Gebet und Buße, um Gott um das Ende dieser Pandemie zu bitten”. Papst Franziskus